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Die Sims 4: An die Arbeit! Review – Coole Karrieren und geniale Geschäfte

Das Sims 4 Erweiterungspack „Die Sims 4: An die Arbeit!“, welches am 02. April dieses Jahres offiziell bei uns in Deutschland erschienen ist, bietet eine Reihe interessanter Möglichkeiten, euren Sim bei der Erfüllung seines Traums zu begleiten.Beispielsweise könnt ihr ihm in den aktiven Karrieren als Arzt, Wissenschaftler oder Polizist dabei helfen, die Spitze der Karriereleiter zu erklimmen oder ihr nutzt die Gelegenheit, eurem Sim mit einem eigenen Laden zu mehr Wohlstand zu verhelfen.

Doch wie spielt sich nun die neue Erweiterung und lohnt sich der Kauf des Addons? All das und noch viel mehr werdet ihr in diesem ausführlichen Testbericht erfahren.

Ab an die Arbeit! – Die aktiven Karrieren

In diesem Abschnitt der Review widmen wir uns zuerst dem Hauptfeature des Addons – den aktiven Karrieren.

In der Polizisten-Karriere beispielsweise müsst ihr eurem Sim bei der Aufklärung von Verbrechen helfen, indem ihr Tatorte untersucht, Hinweise analysiert, Zeugen befragt oder Verdächtige verhört.

Der berufliche Alltag in dieser Karriere gestaltet sich durchaus unterhaltsam und die meisten Tätigkeiten gehen, wie in allen Karrieren, leicht von der Hand. Die meisten Aufgaben des Polizisten sind abwechslungsreich und interessant, zumal beispielsweise beim Suchen von Hinweisen an einem Tatort, auch gern mal die Neugier des Spielers geweckt wird.

Manchmal, zum Beispiel dann, wenn ihr anhand der Gefundenen Hinweise einen Verdächtigen identifizieren und diesen festnehmen müsst, um ihn anschließend zu verhören, gestaltet sich der Berufsalltag des Polizisten sogar sehr spannend. Besonders die Verhöre – bei denen ihr für jeden Verdächtigen die passende Verhörmethode finden und euch dessen Geständnis in kleinen, sorgfältig überlegten Schritten erarbeiten müsst – erinnern mitunter an amerikanische Krimi-Serien, was dem Beruf des Polizisten einen gewissen Flair verleiht.

Insgesamt ist die Polizei-Karriere eine der interessanteren Karrieren in „Die Sims 4: An die Arbeit!“. Einzig die Patrouillen durch die Stadt, die einem Polizisten gelegentlich aufgetragen werden, trüben den Spielspaß, da diese aufgrund der geringen Ereignisdichte schnell monoton und langweilig werden können. Ansonsten ist der Beruf des Gesetzeshüters jedoch motivierend und bleibt durch die ständig wechselnden Schauplätze auch über eine längere Zeit interessant.

Etwas anders verhält es sich mit der Karriere des Arztes. Diese basiert zwar ebenfalls auf einer interessanten Idee, jedoch werden die Tätigkeiten im Krankenhaus – besonders in den ersten Karrierestufen, wo man seine Arbeitszeit hauptsächlich mit Gesprächen mit Kollegen und Patienten, oder dem Verteilen warmer Mahlzeiten an letztere, verbringt – schnell eintönig.

Dies sorgt dafür, dass die anfänglich vorhandene Motivation bereits nach kurzer Zeit schwindet, was den Aufstieg auf der Karriereleiter erschwert. Hat man die ersten zwei bis drei Karrierestufen allerdings hinter sich gelassen, entfaltet auch diese Karriere ihr Potenzial, denn von nun an darf man selbst die Patienten mit verschiedensten Hilfsmitteln untersuchen und eigene Diagnosen stellen.

Je weiter man in der Karriere aufsteigt, desto mehr Behandlungs- und Diagnosemöglichkeiten stehen einem zur Verfügung. Beispielsweise lassen sich kranke Sims mit Hilfe eines Röntgenapparates oder auf dem Laufband untersuchen, nachdem die grundlegenden Tests auf der Patientenliege abgeschlossen sind. Im späteren Verlauf der Karriere kann man außerdem Sims operieren oder kleine Sim-Kinder zur Welt bringen, was nochmals für etwas mehr Abwechslung im Berufsalltag sorgt.

Die wahrscheinlich interessanteste der drei Karrieren aus dem neuen Erweiterungspack ist die des Wissenschaftlers. In diesem Berufszweig könnt ihr unter anderem Pflanzen, Metalle, Kristalle oder  Elemente erforschen beziehungsweise analysieren und mit Hilfe dieser Rohstoffe die brillanten Ideen eures Sims wahr werden lassen.

Zu den möglichen Erfindungen gehören unter anderem verschiedene Seren, die das Befinden eures Sims beeinflussen, ein Eisstrahler, mit dem ihr andere Sims einfrieren könnt oder ein Wurmloch-Generator, mit dem ihr in eine fremde Welt reisen könnt. Hat eurer Sim eine Erfindung fertiggestellt, gehört sie ihm und kann jederzeit von euch benutzt werden. Tragbare Gerätschaften kann der Sim sogar von der Arbeit im Labor mit nach Hause nehmen.

Weiterhin lassen sich mit Hilfe des Mikroskops verschiedene Bilder erstellen, die man entweder zur Dekoration in die eigene Wohnung hängen, oder beispielsweise im eigenen Geschäft, gewinnbringend verkaufen kann.

Die im Laufe der beruflichen Laufbahn entstehenden Möglichkeiten, das Leben der eigenen und anderer Sims zu verändern, sind es, die die Wissenschaftskarriere so spannend machen. Wer würde sich nicht darüber freuen, den nervigen Nachbarn spontan zu Eis erstarren zu lassen?

Insgesamt bieten die aktiven Karrieren definitiv eine gelungene Ergänzung zu den Standard-Berufen aus dem Basisspiel, teilweise fügen sie sich jedoch nicht nahtlos in das Spiel ein. Beispielsweise gibt es keinerlei neue Persönlichkeitsmerkmale und Bestreben, die mit den Karrieren in Verbindung stehen. Zudem basieren bedauerlicherweise alle drei Karrieren auf der Emotion „konzentriert“, die als empfohlene Stimmung festgelegt wurde. Dadurch profitieren alle Karrieren stark vom Merkmal „Genie“ Hier wäre ein eigenes Merkmal für jede Karriere wünschenswert gewesen.

Ein weiterer nicht sehr gut gelöster Punkt ist, dass öffentliche Einrichtungen wie das Krankenhaus oder die Polizeistation nur von den Sims betreten werden können, die dort arbeiten. Aus meiner Sicht würde es deutlich mehr Sinn machen, wenn kranke Sims sich zur Heilung ins Krankenhaus begeben könnten, statt sich ihre Medikamente über das Internet bestellen zu müssen. Eine derartige Integration des Krankenhauses würde zudem dafür sorgen, dass die Welt der Sims in sich logisch bleibt.

Gleiches gilt für die Polizeistation: Die (Wieder-) Einführung der Gesetzeshüter in die Sims-Welt wäre meines Erachtens perfekt dazu geeignet gewesen, auch die Gegenseite – also die Verbrecher – wieder auf den Plan zu rufen. Eine separate aktive Karriere als Krimineller mit gelegentlichen „Besuchen“ der Polizei hätte sicher ihren Reiz. Alternativ hätte ich mich auch über die Rückkehr der aus den Vorgängern bekannten Einbrecher gefreut, da solche NPCs für deutlich mehr Atmosphäre im Spiel sorgen. Eventuelle Einbrüche hätte man dann ja in der Polizeiwache melden können.

Doch die neuen Karrieren sind natürlich längst nicht alles, was Die Sims 4: An die Arbeit zu bieten hat.
Werfen wir nun also einen Blick auf die weiteren Features des Addons.

Geschäftiges Treiben – Der eigene Laden als Geldquelle

Neben den aktiven Karrieren bietet Die Sims 4: An die Arbeit! eurem Sim auch die Möglichkeit, ein eigenes Geschäft zu eröffnen. Beispielsweise könntet ihr einen Möbelladen, ein Computer-Fachgeschäft oder eine teure Boutique eröffnen.

Alternativ könnt ihr natürlich auch die selbst hergestellten Werke eures Sims, wie zum Beispiel Bilder oder Skulpturen, verkaufen. Habt ihr euch entschieden, welche Art von Geschäft ihr eröffnen wollt, kann es losgehen: Entweder ihr kauft eines der bereits vorhandenen Geschäfte oder ihr baut euren eigenen Laden. Ist der Laden fertig eingerichtet und mit Waren gefüllt, könnt ihr auch schon das erste Geld verdienen.

Das Führen eines eigenen Geschäfts gestaltet sich denkbar einfach. Nach der Eröffnung strömen die Kunden von allein in euren Laden und beginnen, sich die angebotenen Produkte genauer anzusehen. Alles, was ihr nun tun müsst, ist, sie mit verschiedenen sozialen Interaktion, wie dem Beantworten von Fragen, zum Kauf zu bewegen. Dies sollte kein Problem darstellen, solange eurer Sim immer gut gelaunt und im besten Fall konzentriert ist. Besonders charismatische Sims sind bei Verkaufsgesprächen natürlich im Vorteil.

Falls euch der Andrang der Kunden irgendwann zu viel wird, könnt ihr natürlich auch Mitarbeiter einstellen. Maximal vier sind möglich. Habt ihr die passenden Mitarbeiter ausgewählt, könnt ihr noch deren Arbeitskleidung anpassen. Wenn anschließend der nächste Arbeitstag beginnt, müsst ihr euren Mitarbeitern nur noch eine Aufgabe zuweisen und sie stehen euch tatkräftig zur Seite.

Hat man also ein gutes Team im eigenen Laden, kann man sich irgendwann gemütlich zurücklehnen und zusehen, wie sich die Simoleons vermehren. Leider ist und bleibt das eigene Geschäft trotzdem ein Fulltime-Job, da der Eigentürmer immer im Laden sein muss, während dieser offen ist. Daher ist ein eigenes Geschäft nicht wirklich als Nebenjob geeignet.

Nichtsdestotrotz sind die Geschäfte wohl die interessanteste Neuerung des Addons da sie viel Freiraum für die Kreativität des Spielers bieten und außerdem das Spiel erleichtern, da sich die Investition in einen Laden schnell auszahlt.

Zum Abschluss dieser Review werfen wir nun noch einen Blick auf das letzte der neuen Features – den neuen Fähigkeiten Backen und Fotografie.

Kneten und Knipsen – Die neuen Back- und Fotografie-Fähigkeiten

Die Backfähigkeit, die eure Sims mit dem neuen Addon erlernen können, bietet euch die Möglichkeit, mit den herkömmlichen Küchengeräten oder mit der Törtchenfabrik insgesamt 63 neue, leckere Backwaren herzustellen. Nach dem Backen könnt ihr die fertigen Gebäcke außerdem verzieren. Anschließend können eure Sims die Backwaren entweder essen oder an die örtliche Bäckerei verkaufen.

Die Fotografie-Fähigkeit ist ein wenig komplexer gestaltet. Von nun an kann euer Sim jederzeit mit der Kamera seines Smartphones Bilder aufnehmen. Diese lassen sich schon während der Aufnahme mit verschiedenen Filtern wie beispielsweise Übersättigung oder einem Schwarz-Weiß-Effekt versehen. Die Qualität der Bilder ist hierbei natürlich von eurem Skill-Level abhängig.

Für Sims mit höheren Ansprüchen gibt es neben der Smartphone-Kamera außerdem noch zwei Digitalkameras, die im Kaufmodus erworben werden können. Mit diesen lassen sich unter anderem größere Bilder anfertigen. Besonders begabte Fotografen können außerdem das neue Fotostudio-Objekt nutzen, um besonders hochwertige Fotografien herzustellen – inklusive Models und verschiedenen Hintergründen.

Wie alle herstellbaren Objekte lassen sich natürlich auch eure Fotos in einem eigenen Laden oder an Sammler verkaufen. Zudem könnt ihr sie natürlich auch an den Wänden aufhängen.

Die neuen Fähigkeiten fügen sich sehr gut in das Basisspiel ein und stellen eine nette Ergänzung zu den anderen Fähigkeiten dar. Besonders die Fotografie-Fähigkeit motiviert aufgrund der vielen kreativen Möglichkeiten auch über einen langen Zeitraum.

Fazit

Die Sims 4: An die Arbeit! ist eine spaßige und gelungene Erweiterung. Die neuen Karrieren sind größtenteils unterhaltsam und motivierend und auch die neuen Fähigkeiten machen sehr viel Spaß.Allerdings hätte die Erweiterung gern etwas umfangreicher sein können. Neue Bestreben und Merkmale, die zu den Karrieren passen, wären beispielsweise sehr sinnvoll gewesen. Zudem wurden die neuen öffentlichen Einrichtungen leider etwas halbherzig in das Spiel integriert.

Dafür punktet die Erweiterung jedoch mit der Möglichkeit, ein eigenes Geschäft eröffnen und dort alle möglichen Dinge verkaufen zu können. Dies ist definitiv das interessanteste der neuen Features. Fans des Sims 2-Addons „Open for Business“ sollten sich Die Sims 4: An die Arbeit! also auf jeden Fall mal anschauen.

Die Sims 4: An die Arbeit ist seit dem 02. April offiziell erhältlich und kann bei Origin als digitaler Download sowie als Boxed-Version und Download bei Amazon erworben werden.

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1 Kommentar auf "Die Sims 4: An die Arbeit! Review – Coole Karrieren und geniale Geschäfte"

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Marilyn Taylor
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Marilyn Taylor

Cool 🙂

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